Alles über Motten

Leben einer Kleidermotte

 

Kleidermotten haben cremefarbene Flügel und Körper. Ihre weißen Larven, die für Ihre beschädigten Gewebe verantwortlich sind, sind etwa einen halben Zentimeter lang. Sie suchen dunkle, ungestörte Bereiche auf, um Nahrung zu sich zu nehmen und sich fortzupflanzen. Deshalb finden sie sich oft in Schränken und anderen Bereichen eines Hauses, die über längere Zeit relativ ungenutzt bleiben, wie zum Beispiel auf einem Dachboden.   Die Eier der Kleidermotte schlüpfen nach etwa 4 bis 10 Tagen im Sommer und drei oder mehr Wochen im Winter. Nach dem Schlüpfen suchen die Larven nach einer Nahrungsquelle. Die Larven fressen dann, bis sie sich in voll ausgewachsene Tiere verwandeln. Ausgewachsenen Schädlinge sind sofort paarungsbereit und der Zyklus beginnt von neuem. Die Larven und Puppen der Kleiderschädlinge können monatelang ohne Nahrung überleben, so dass ein Befall unbemerkt bleibt. Der Lebenszyklus einer Kleidermotte dauert normalerweise vier bis sechs Monate. Neuere Untersuchungen besagen jedoch, dass die Insekten unter den richtigen Bedingungen mehr als zwei Jahre im Larvenstadium bleiben können.

Lästige Probleme mit Kleidermotten

 

Nicht nur die Dörrobstmotte stellen eine Gefahr dar, auch bei Kleidermotten sollte man dringend handeln. Innerhalb von kürzester Zeit kann hier ein großer Schaden entstehen. Oft genug kam es bereits vor, dass ein kompletter Kleiderschrankinhalt entsorgt oder Teppiche neu verlegt werden konnten. Dies kommt vor allem vor, wenn man den Befall zu spät entdeckt hat.

Einen Befall bemerkt man meist anhand des auffallend häufigen Auftretens von Löchern in der Kleidung. Mitunter können Löcher auch von der Waschmaschine verursacht werden, so dass am Anfang Unsicherheit bezüglich der Ursache herrschen kann. Wenn man ein Problem mit Schädlingen in der Kleidung hat, dann können verschiedene Schritte zum Kleidermotten bekämpfen unternommen werden.

Mit einer einfachen Mottenfalle, die es in jeder Drogerie zu kaufen gibt, kann der Befall durch Schädlinge in der Kleidung zweifelsfrei nachgewiesen werden. Diese einfachen Insektenfallen werden im Kleiderschrank, der Kommode oder unter dem Bett aufgestellt und locken die erwachsenen Kleidermotten an und töten sie ab. Die Kleidermottenfallen sind anders als eine Mottenkugel praktisch geruchsfrei. Mottenfalle arbeiten mit Pheromonen, die paarungsbereite Schädlinge auf eine Klebeschicht locken, wo sie haften bleiben und verenden.

 

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Die Lösung bei Mottenbefall

 

Die erste Frage, die die meisten im Internet suchen, ist hier nun „Was hilft effektiv gegen Motten?“. Meist findet man hier kaum hilfreiche Tipps, die die ungebetenen Gäste im Haus wirklich bekämpfen würden. Oft handelt es sich auch nur um Hinweise wie zum Beispiel: Sie sollten öfter staubsaugen! Dass dies bei einem wirklichen Befall kaum noch hilfreich ist, kann man sich denken.

Das Thema Mottenbefall sollte man stattdessen von allen Seiten ausgiebig beleuchten, um den wahren Grund auf die Spur zu gehen. Es gibt unzählige Produkte auf dem Markt, die kurzfristig helfen können. Viele davon sind allerdings nur Geldmacherei, um den verzweifelten Konsumenten genau dieses aus der Tasche zu ziehen. Es gibt viele Möglichkeiten, egal ob mit dem Einsatz von Chemie oder ohne, gegen einen Befall vorzugehen.

Ein Mottenbefall kann frustrierend sein, denn man braucht viel Geduld, um die Motten komplett loszuwerden. Aber es gibt keinen Grund zu resignieren. Die Schädlinge zu bekämpfen ist keine einfache Angelegenheit, aber mit den richtigen Kniffen lässt sich ein Kleidermotten- oder Lebensmittelmottenbefall wirksam beseitigen.

Um die Larven loszuwerden, die den eigentlichen Schaden verursachen, müssen zusätzliche Schritte unternommen werden. Ein einfacher Weg, um aktive Larven oder ausgewachsene Schädlinge zu entfernen, besteht darin, die verdächtigen Kleidungsstücke einfach kräftig zu schütteln. Larven und ausgewachsene Schädlinge fallen dabei auf den Boden, wo sie schnell abgesaugt werden können. In einigen Fällen klammerten sich winzige Röhren an die Kleidung. Dies sind die Kokons, die die Kleidermottenlarven erschaffen, um darin zu leben.

Anzeichen eines Kleidermottenbefalls

 

Die Larven der Kleidermotte sind sehr klein und daher schwer zu entdecken. Man erkennt den Befall von Schädlingen in der Kleidung meist erst dann, wenn bereits erste Schäden auszumachen sind. Kennzeichen eines Kleidermottenbefalls sind Löcher oder Risse in der Kleidung. Betroffen ist neben Baumwolle und Leinen auch Kleidung aus Wolle. Bei Wollprodukten können Furchen oder Tunnel im Wollgewebe zu sehen sein. Motten fressen fasst jeden organischen Stoff und so können neben der Kleidung auch Decken und Teppiche betroffen sein.   Oftmals erkennt man Schäden an Teppichen in wenig genutzten Bereichen des Teppichs. In einigen Fällen finden sich winzige Röhren am verdächtigen Material. Dies sind die Kokons, die die Kleidermottenlarven bauen um darin zu schlüpfen. Noch unauffälliger sind feine Ablagerungen an Stoffen, Teppichen und der Kleidung. Schädlinge in der Kleidung fühlen sich hauptsächlich von tierischen Stoffen wie Fell, Haare, Leder oder Federn angezogen. Wenn diese Materialien nicht vorhanden sind, dann essen die Larven dieser Insekten auch Flusen, Staub oder pflanzliche Textilien wie Baumwolle, weil diese oft mit Ölen oder Fetten behaftet sind. Ist der Befall bereits fortgeschritten dann findet man auch voll entwickelte Schädlinge zwischen der Kleidung. Einige fliegen dabei weg, andere kriechen, obwohl sie Flügel haben.

Reinigung und Entsorgung

 

Die effektivste Methode um die Larven der Schädlinge zu beseitigen, ist das Waschen der Kleidung bei starker Hitze in der Waschmaschine. Bei hohen Temperaturen von 60-90 Grad werden alle Schädlinge und ihre Larven abgetötet. Einige Stoffe können nicht bei solch hohen Temperaturen gewaschen werden. Solche Gegenstände kann man in einer Plastiktüte versiegeln und für etwa 12 Stunden in einen Gefrierschrank legen. Die extrem kalten Temperaturen töten Eier, Larven und auch die Schädlinge selbst. Wenn der Befall während des Winters auftritt, kann man möglicherweise sogar große Gegenstände und Möbelstücke zum Motten bekämpfen nach draußen stellen.

Bevor man Kleidung oder Stoffe zurück in den Schrank oder die Schublade legt, sollte man alle Bereiche gründlich aussaugen. Zu achten ist dabei besonders auf Spalten oder staubige Bereiche, in denen sich Eier und Larven ansammeln können. Wenn man mit dem Staubsaugen fertig ist, nimmt man die Maschine nach draußen, entfernt den Vakuumbeutel, verschließt ihn in einer Plastiktüte und wirft ihn in den Müll. So wird der Kleidermottenbefall sicher beseitigt. Bei großflächigem Befall kann ein professioneller Kammerjäger erforderlich sein. Eine gründliche Behandlung mit chemischen Insektiziden ist zwar eine kostspielige Angelegenheit, kann jedoch die ultimative Lösung zur Bekämpfung eines starken Befalles sein.

Egal, ob es sich um Kleider- oder Lebensmittelmotten handelt, jeder kennt sie, die kleinen lästigen Tiere. In Mitteleuropa gibt es etliche hunderte Arten, aber nur die wenigsten davon bekommen wir auch wirklich zu Gesicht, da sie sich meist nicht bei den Menschen verirren. Aber wenn die meist grauen Falter, die zur Familie der Schmetterlinge gehören, erst mal im eigenen Haus angekommen sind, sollte man dagegen vorgehen. Lebensmittelmotten können gesundheitsschädlich sein und Kleidermotten können einen großen Schaden anrichten, der teuer werden kann. Vor allem wenn die Tiere Jahr für Jahr im Sommer wieder kommen, sollte dagegen vorgegangen werden.

Die Gefahr von Lebensmittelmotten

Bei den Tieren gibt es Arten, die sich in Lebensmitteln einnisten. Solch eine Lebensmittel- oder Dörrobstmotte kann ganze Vorräte vernichten, in dem sie für einen Pilzbefall sorgt oder ihren Kot dort absetzen. Demnach sind die Lebensmittel nicht nur ungenießbar, es kann sogar gesundheitsgefährdend werden. Durch solch eine Plage können Magen-Darm-Krankheiten oder auch Allergien entstehen.

Anzeichen eines Befalles mit Lebensmittelmotten

Das häufigste Anzeichen für einen Befall mit Nahrungsmittelmotten ist die Sichtung von erwachsenen Schädlingen, die zwischen den Nahrungsmitteln kriechen oder flattern. Erwachsene Schädlinge sind grau bis rötlich gefärbt. Auch die Larven einer Lebensmittelmotte schlüpfen aus dem Ei und gehen danach auf die Suche nach etwas Essbarem. Ihre Färbung liegt normalerweise zwischen grau und weiß, aber sie können hellgrün, hellrosa oder braun sein, abhängig von ihrer Ernährung. Es ist auch möglich, dass man Kokons findet, die die Larven erzeugen und am Türrahmen oder in Rissen und Spalten anlegen.   Ein weiteres deutliches Anzeichen für einen Befall mit Lebensmittelmotten ist das Vorhandensein von Gewebe auf verschiedenen Nahrungsmitteln. Man achtet daher bei einem Verdacht darauf, die Deckel aller Dosen und Gläser sowie alle Ecken und Kanten zu überprüfen, da das Gewebe der Schädlinge dort normalerweise gut zu erkennen ist.

Nicht nur Chemie hilft, auch Nützlinge könnten hilfreich sein

 

Für viele Personen ist bei einer wirklichen Plage der erste Schritt der Weg zum Kammerjäger. Dies ist auch tatsächlich sinnvoll, sofern die Plage mit eigenen Mitteln nicht mehr zu bekämpfen ist. Der Kammerjäger geht gegen die Tiere mit Chemikalien vor und vernichtet sie so endgültig. Dies ist natürlich eine schnelle und einfache Lösung, aber vor allem für Personen, die solche Chemikalien nicht im Haushalt eingesetzt haben möchten, nicht die erste Wahl.

Eine andere Option könnte der Einsatz von Nützlingen sein. Hier sind vor allem nach neusten Erkenntnissen Schlupfwespen (Trichogramma) hilfreich. Diese kleinen Nützlinge eignen sich erstklassig als biologisches Mittel, um gegen die Plage anzugehen, egal um welche Art es sich dabei handelt. Für den Menschen sind diese praktisch unmerklich und der wichtigste Aspekt: es wird keine Chemie verwendet. Sie ernähren sich von den Eiern der Motten und können praktisch zuhause gezüchtet werden.