Die Dörrobstmotte

Ursprünglich stammt die Dörrobstmotte aus dem Nahen Osten, bzw. aus dem Mittelmeerraum. Dort wird sie oft an Obstbäumen gefunden. Das Nahrungsspektrum der Dörrobstmotte ist sehr breit. Deshalb besiedelt das Insekt auch menschliche Vorräte. Im 19. Jahrhundert wurde die Dörrobstmotte nach Mitteleuropa eingeschleppt. Das Tier gilt als kälteresistent und besonders robust. Daher haben sich die Motten in vielen Fabrikationsräumen und Lagerräumen für Lebensmittel, sowie auch in privaten Haushalten eingebürgert.

 

 

 

Dörrobstmotte (Plodia interpunctella)

von Pudding4brains [Public domain], vom Wikimedia Commons Dörrobstmotte (Plodia interpunctella)
von Pudding4brains [Public domain], vom Wikimedia Commons

Ein schädlicher Zünsler

Diese ganz besondere Lebensmittelmotte gehört zur Familie der Zünsler. In Ruhestellung ist das Insekt ca. 8 mm groß und hat eine rotbraune Farbe. Bei genügend Feuchtigkeit, bzw. Kondenswasser beträgt die Lebensdauer des Falters bei Zimmertemperaturen zwischen zwei und drei Wochen. Unmittelbar nachdem sie geschlüpft sind, erfolgt die Paarung der Falter. Insgesamt legen die Motten zwischen 200 und 400 Eier ab.

Das Larvenstadium

Den Köcher fertigen die Larven selbst an. Dieser besteht aus Spinnfäden. Meist befinden sich die Larven in der äußeren Schicht des Lagergutes. Das Larvenstadium dauert bei der Motte ca. 3-10 Tage. Anschließend wandern die Erwachsenen Larven dorthin, wo sie sich später verpuppen. Dieser Vorgang passiert meistens in Spalten oder in Ritzen, denn das sind geschützte Stellen.

 

Die Diapause, welche im Kokon stattfindet kann sogar mehrere Monate lang dauern. Beeinflusst wird diese durch:

 

  • hohe Populationsdichte
  • kurze Tageslängen
  • niedrige Temperaturen
  • schlechte Bedingungen allgemein

 

Bei 13,1 °C liegt der Nullpunkt der Entwicklung. Durchschnittlich dauert die Entwicklung im Bereich Mitteleuropa zwischen fünf und sechs Monate und jährlich treten 2 Generationen auf. Im warmen Süden läuft die Entwicklung schneller.

Extrem kälteresistent

Die Dörrobstmotte ist gegenüber tieferen Temperaturen nicht besonders empfindlich. Die laufen können sogar Temperaturen von bis zu -10 °C überleben. Deshalb muss das Lager nicht geheizt sein, damit die Lebensmittelmotten überwintern können. Die Entwicklung wird nur von Temperaturen, die höher als 30 °C sind beeinträchtigt. Trinkbares Wasser und hohe Feuchtigkeit begünstigen

 

  • Lebensdauer
  • Entwicklung
  • Fruchtbarkeit

 

Besondere Pheromonfallen werden aufgestellt, damit sie die männlichen Falter anziehen und anlocken. Bei diesen Fallen bleiben die Dörrobstmotten an der Klebefläche hängen. Es empfiehlt sich, die Lagerräume auf erwachsene Lebensmittelmotten im Bereich der Verpackungsmaterialien und an den Wänden zu kontrollieren. Ein guter Hinweis sind immer die auffälligen Gespinstklumpen, bzw. Gespinste, welche von den Larven erzeugt werden. Diese befinden sich meistens in den Vorräten oder auf deren Oberfläche.

Eine schädliche Motte

Getreideprodukte aller Art gehören zum Speiseplan der Raupen. Das Tier hat es speziell auf den Keimling abgesehen. Wenn die Vorräte stark befallen sind, werden sie von den Gespinste der Raupen überzogen, bzw. durchzogen. Die Lebensmittel werden durch den Kot verunreinigt und verklumpen.

 

Zur typischen Nahrung von Dörrobstmotten gehören:

 

  • Pflanzliche Produkte
  • Getreide aller Art
  • Gewürze
  • Drogen
  • Schokolade
  • Nüsse
  • Trockenobst

 

Auf der ganzen Welt ist die Dörrobstmotte als Vorratsschädling verbreitet. Davon sind folgende Einrichtungen ganz besonders betroffen:

 

  • Wohnungen
  • Bäckereien
  • lebensmittelerzeugende Betriebe
  • Mühlen
  • Silos
  • Lagerhäuser
  • Getreidelager