Kleidermotten

Die Keidermotten fallen uns in der freier Natur kaum auf. Sie leben von tierischen Abfallprodukten wie Tierhaaren und Federn. Die Eier werden von Weibchen in Nestern von Säugern und Vögeln abgelegt. Aus den Eiern entwickeln sich dann die gefräßigen Larven und schließlich die flugfähige Imago, die den Sommer über fliegt.

Jeder hat sie schon gesehen, und Oma hat sie mit Mottenkugeln bekämpft, nach denen dann immer alle ihre Kleider rochen: die Kleidermotte (lateinisch Tineola bisselliella)

Sie gehören zur Spezies der Insekten, noch genauer gesagt gehören sie zu der Gattung der Schmetterlinge, der noch viele andere Mottenarten, beispielsweise Pelzmotten oder Mehlmotten angehören.

Kleidermotten

Kleidermotten als Schädlinge

 

Kleidermotten sind auf der ganzen Welt verbreitet. Da ihre Larven sich von Fasern aus Geweben, Textilien, Wolle, Pelz und Federn ernähren, gelten sie als Schädlinge, sowohl in Privathaushalten als auch in der Pelz- und Textilindustrie. Sie vermehren sich sehr zahlreich. Ein Weibchen legt bis zu 250 Eier ab, bevorzugt auf Wolle und Pelz, diese sind mit bloßem Auge kaum sichtbar. Nach zwei Wochen schlüpfen dann Raupen aus den Eiern, dann dauert es nochmal etwa acht Wochen, bis sich ein fertiger Schmetterling entwickelt hat. Pro Jahr kann es demnach mehrere Generationenzyklen von Motten geben. Ist erstmal ein Befall mit Eiern im Haus oder im Lagerraum, sind große Schäden möglich. Die Raupen sind gefräßig und bilden ein Gespinst um sich herum. Ihr Biß gilt vor allem Fasern tierischen Ursprungs. Kunstfasern werden so gut wie nicht befallen. Polstermöbel und wollhaltige Teppiche oder Läufer in Wohnräumen sowie wollhaltige Dämmmaterialien sind für den Fraß ihrer Raupen anfällig. Oft verstecken sich dort noch Bestände, wenn man glaubt, alle Eier und Raupen beseitigt zu haben, und es kommt zur neuen Vermehrung und weiteren Schäden.

 

Dabei sind es nur die Raupen, die durch ihren Fraß kahle Stellen und Löcher in Pelzen, Stoffen, Polstern und Kleidung verursachen. Sie benötigen das in Haaren und Hautschüppchen enthaltene Keratin, daher sind alle Kleidungsstücke, an denen solche haften, gefährdet, sogar wenn die Kleidungsstoffe selbst nicht wollhaltig sind.

 

Ist die Raupe nach einigen Wochen zum flugfähigen Schmetterling oder Imago, den wir kennen und erkennen, ausgewachsen, richtet sie keine Schäden mehr an. Allerdings legen die Weibchen dann neue Eier, und der Wachstumszyklus beginnt von vorn. Je mehr Weibchen in einer Generation sind, desto mehr Eier werden abgelegt, und desto größer wird dann die nächste Generation.

TwinterS - Pheromonfalle gegen Textilmotten, Kleidermotten, Wollmottenin Teppichen, Bettwäsche (5)*
  • ✓ UNGEFÄHRLICH: Da die männlichen Motten durch einen Sexual-Lockstoff auf die Falle gelockt werden und dann kleben bleiben, wird kein Insektizid eingesetzt.
  • ✓ EFFEKTV: Die Kleidermottenfallen locken nach der Aktivierung 3 Monate Textilmotten an.
  • ✓ PREISWERT: Durch unseren Sparpack werden auch stark befallene Teppiche und Kleiderschränke sehr gut überwacht.

Letzte Aktualisierung am 5.04.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Was kann man gegen Kleidermotten tun?

 

In der Industrie und Lagerwirtschaft werden Pestizide eingesetzt, um Textilien mottenecht zu imprägnieren. Da diese in der Regel toxisch sind, ist das aber unerwünscht, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass Kleidung und Wohntextilien mit toxischen Stoffen behaftet in den Handel gelangen, was für Menschen sehr schädlich sein kann.

Weniger schädliche Mittel Kleidermottenbefall oder Pelzmottenbefall sind geformte Stücke aus Zedernholz oder Zirbelkiefer, deren duftende ölige Inhaltsstoffe die Insekten vertreiben sollen. Ein weiteres, seit Jahrhunderten bekanntes und völlig unschädliches Mittel sind Lavendelsäckchen, die mit getrocknetem Lavendel gefüllt sind. Der Lavendelduft soll Motten aller Art vertreiben und sorgt für angenehmen Duft im Schrank. Leider ist die Wirksamkeit dieser umweltverträglichen und ungiftigen Mittel begrenzt. Sie sind eher zur Vorbeugung sinnvoll und reichen nicht aus, um einen starken Befall durch gefräßige Kleidermotten oder Pelzmotten endgültig zu vertreiben.

Es gibt auch sogenannte Lockstoff-Fallen gegen Motten und andere Schädlingen. Das Prinzip dabei ist, dass Lockstoffe, z.B. Phenomerone, die Männchen einer Art anlocken, die dann in oder in der Nähe der Falle sterben, wodurch die Weitervermehrung unterbunden werden soll. Allerdings ist der Nachteil, dass Weibchen durchaus noch eine Generation von Eiern ablegen können, aus der neue Larven von Motten schlüpfen können. Es ist auch nicht sicher, dass diese Stoffe für Menschen, Nutztiere oder Haustiere wirklich ungiftig sind, oder ob sie beispielsweise auch Allergien und Ekzeme verursachen können. Eine Nebenwirkung ist, dass Männchen einer Art auch von weiter weg angelockt werden können.

 Wenn man einen Befall feststellt

ist zunächst einmal ein ordentlicher Frühjahrsputz angesagt. Befallene Schränke, Teppiche, Sitzmöbel und Vorhänge müssen gründlichst staubgesaugt werden, um alle Motteneierablagen aus Ritzen und Ecken zu entfernen. Kleidung sollte im Freien gründlich ausgebürstet werden, alle Taschen sorgfältig entleert und abgesaugt werden. Es wird empfohlen, befallene Kleidung bzw. durch Pelzmotten befallene Pelze nach dem Absaugen für mindestens 48 h einer Tiefkühlung zu unterziehen, damit alle noch vorhandenen Eier gründlich entfernt werden. Wollhaltige Kleidung und Pelze sollten regelmäßig auf Befall kontrolliert werden, um größeren Schäden durch Fraß von Raupen vorzubeugen.

Kleidermotten werden seit langem mit starken chemischen Mitteln behandelt. Dazu zählen Mottenkugeln, Mottenpapiere, und Schrankeinleger, die mit Giftstoffen getränkt sind. Leider sind einige der dabei verwendeten Stoffe auch für Menschen und Haustiere giftig oder nicht ungefährlich. Die Wirksamkeit ist auch umstritten, es wird berichtet, dass es trotz Verwendung solcher Mittel immer wieder zum Mottenneubefall kommt, bzw. die abgelegten Kleidermotteneier nicht beseitigt werden, weshalb dann immer wieder neue Raupen schlüpfen, die durch ihren Fraß dann erneut für Schäden an wertvollen Stoffen und Pelzen sorgen.

Bekämpfung von Schädlingen durch Nützlinge

 

Es gibt aber auch eine umweltverträgliche und unschädliche Methode, Befall durch Kleidermotten oder andere Arten von Motten wirkungsvoll zu bekämpfen, und sie tatsächlich ganz aus Haus, Lager oder Werk zu vertreiben.

Dazu nutzt man heute Schlupfwespen (lateinisch Trichogramma evanescens), die für private und gewerbliche Kunden leicht über das Internet erhältlich sind. Man bezieht von Händlern, die sich auf die Zucht solcher biologischen Nützlinge spezialisiert haben, Röhrchen oder Kärtchen mit Eiern von Schlupfwespen aus kontrollierter Zucht. Diese Eier legt man auf die Eiernester der Kleidermotte ab. Schon nach kurzer Zeit schlüpfen aus diesen Eiern junge Schlupfwespen, welche die Eier der Motten auffressen und so verhindern, dass Mottenlarven, die ja für Schäden verantwortlich sind, schlüpfen können. Geschlüpfte Schlupfwespen legen dann wiederum Eier in Motteneiern ab, und können sich so vermehren. Sie sind Parasiten, die ausschließlich Motteineier fressen. Sind alle Motteneier eines Befalls aufgefressen, sterben die Schlupfwespen ab. Sie sind für Menschen und Haustiere völlig ungefährlich. Schlupfwespen können gegen verschiedene Mottenarten, auch gegen die gefürchteten Mehlmotten, eingesetzt werden.

 

Diese Art der Bekämpfung von Schädlingen durch Nützlingen hat sich bisher als sehr wirksam erwiesen und wird in Ackerbau, Viehzucht, Gemüse- und Obstanbau sowie in der Textil-, Pelz- und Lagerwirtschaft immer beliebter. Sie ist im Vergleich zu chemischen Mitteln wesentlich kostengünstiger und umweltfreundlicher, und die Unschädlichkeit von Nützlingen stellt einen großen Verkaufsvorteil dar in einer Zeit, in der Kunden immer kritischer werden und sich über chemische Inhaltsstoffe genauer informieren als früher.

Der Motten-Shop Schlupfwespen gegen Lebensmittelmotten 12000 Stück auf 4 Karten*
  • NATÜRLICH: Auf jedem Kärtchen befinden sich 3000 Eier. Die Schlupfwespen (lat. Trichogramma evanescens) sind die natürlichen Feinde der Lebensmittelmotten.
  • SICHER: Von den Nützlingen geht kein Risiko für Mensch, Tier und Pflanze aus.
  • EINFACH: Der Lieferung liegt eine ausführliche Anleitung zur KOMPLETTBEHANDLUNG bei für den Mottenschutz
  • PRAXISBEWÄHRT: Schlupfwespen werden schon seit mehr als 20 Jahren erfolgreich als Nützlinge gegen Lebensmittelmotten eingesetzt. Sie erhalten 3 Lieferungen mit je 4 Kärtchen im Abstand von je 3 Wochen.

Letzte Aktualisierung am 5.04.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API