Lebensmittelmotten bekämpfen und vorbeugen

Lebensmittelmotten dringen durch geöffnete Fenster in die Wohnung und befallen die Lebensmittel. Die Schädlinge verbreiten sich zügig, lassen sich mit den richtigen Gegenmaßnahmen aber ebenso effektiv bekämpfen. Mit unseren Tipps sollte sich der Befall schnell wieder beheben lassen. Falls nicht, muss ein Fachmann die Lebensmittelmotten bekämpfen.

Lebensmittelmotte

Typische Anzeichen für einen Befall mit Lebensmittelmotten

Lebensmittelmotten verbergen sich in Vorratsschränken, Essensverpackungen und dunklen Winkeln in der Küche. Ein Befall lässt sich anhand einiger eindeutiger Anzeichen erkennen. Typischer krabbeln Tiere auch auf Ablagen herum oder hinterlassen Haut und Kot auf Oberflächen. An der Wand sind sie als dünne, schwarze Striche zu erkennen. Wenn diese Anzeichen bemerkt werden, müssen sämtliche Schränke genau geprüft werden.

Die Motteneier sind knapp einen halben Millimeter groß und nur bei genauem Hinsehen zu erkennen. Sie treten meist in Nestern von dutzenden Eiern auf.

Spätestens, wenn flatternde Tierchen in der Wohnung bemerkt werden, muss der Befall bekämpft werden. Die erwachsenen Falter pflanzen sich zügig fort und können erheblichen Schaden anrichten.

Die Ursache des Befalls ermitteln

 

Zunächst gilt es, die Ursache des Mottenbefalls zu ermitteln und zu beseitigen. Meistens nisten sich die Tiere in offen stehende Verpackungen ein, vor allem in Getreideprodukten, Schokolade oder Tee. Das Obst auf der Ablage lockt alleine durch seinen Geruch Dörrobstmotten an.

Ein Befall hat dabei nicht zwingend etwas mit der Küchenhygiene zu tun. Die kleinen Insekten gelangen durch die Fenster und Türen in die Wohnung und breiten sich innerhalb kurzer Zeit aus. Ein einziges Tier kann bis zu 300 Eier legen. Nach etwa fünf Tagen schlüpfen die Nachkommen bereits. Deshalb ist es wichtig, schnell zu handeln und den Befall vollständig zu beseitigen.

Schnell erkennen und handeln

Sämtliche Lebensmittel müssen luftdicht verpackt werden. Offene Lebensmittel werden am besten in luftdichten Vorratsdosen verstaut. Plastiktüten eignen sich nicht, da die Motten das dünne Material durchdringen können.

Auch vor Tierfutter, Trockenblumen oder Süßigkeiten machen die Insekten keinen Halt. Deshalb müssen alle Orte sorgfältig geprüft werden, also auch Keller und Garage. Wenn die Vorräte befallen sind, gilt wiederum: am besten sofort entsorgen.

Lebensmittelmotten bekämpfen – mit Essigreiniger, Mottenpapier und Kieselgur

Essigreiniger

Zur Reinigung der Schränke wird Essigreiniger verwendet, der im Verhältnis 1:2 mit Wasser gemischt wird. Bei Essigessenz ist das Verhältnis 1:10 ideal. Nicht zu vergessen sind die Fußleisten. Hinter den Bauteilen verbergen sich oft Mottennester. Meist sind die Fußleisten nur angesteckt und lassen sich leicht reinigen. Bei angeschraubten Fußleisten sollte Rücksprache mit dem Vermieter gehalten werden.

Anschließend empfiehlt es sich, mit einem Föhn alle Ritzen sorgfältig auszublasen. Die heiße Luft tötet sämtliche Rückstände ab.

 

Mottenpapier

Mottenpapier ist ein wirksames Mittel gegen die Schädlinge. Das Papier enthält verschiedene Wirkstoffe wie Chlorpyrifos, welches die Motten abtötet. Das Mottenpapier wird an allen betroffenen Bereichen platziert. Dann kann das Gift sich optimal entfalten.

Kieselgur

Ein weiteres natürliches Mittel ist Kieselgur. Das feine Pulver wird in Ecken und Ritzen gestreut und schädigt den Verdauungstrakt der Insekten, wodurch diese absterben. Nach zwei bis drei Tagen kann das Pulver in der Regel wieder entfernt werden.

Duftstoffe helfen gegen Mottenbefall

Duftstoffe sind ein wirksames Mittel gegen einen Mottenbefall. Der Geruch von Lorbeerblättern, Nelken, Holunder, Lavendel oder Sandelholz vertreibt die Falter und hält sie davon ab, erneut durch Fenster und Türen einzudringen. Angewendet werden die Duftstoffe, indem die Blätter oder der Extrakt auf der Fensterbank, an der Türe und an typischen Nistplätzen von Dörrobstmotten oder Mehlzünsler verteilt werden.

Nach einigen Tagen lässt der Duft nach und muss erneuert werden. Einen ähnlichen Effekt haben Nelken. Düfte von Lavendel oder Sandelholz mögen die Tierchen ebenfalls nicht. Die Tiere lassen sich auch mit dem Duft von frischen Kaffeebohnen vertreiben. Im Baumarkt ist außerdem das natürliche Insektizid Azadirachtin erhältlich. Die Duftstoffe werden an Fenstern und Türen sowie Lebensmittelschränken platziert. Es empfiehlt sich, verschiedene Stoffe zu kombinieren, bis der gewünschte Effekt eintritt und die Insekten die Flucht ergreifen.

Chemische Mittel als letzte Lösung

Wenn die natürlichen Mottenmittel nicht ausreichen, bieten sich chemische Produkte an. Entsprechende Mittel sind unter Umständen schädlich für die Gesundheit und müssen deshalb vorsichtig eingesetzt werden. Wenn Kinder oder Tiere im Haushalt leben, sollte auf chemische Mittel verzichtet werden. Bei einem größeren Befall oder wenn die Lebensmittelmotten immer wieder zurückkehren, empfiehlt sich der Anruf beim Kammerjäger.

Große Schwärme von Mehlmotten werden am besten mit dem Staubsauger aufgesaugt. Im gleichen Arbeitsschritt gilt es, sämtliche Ecken und Ritzen in der Küche sorgfältig auszusaugen. Der Staubsaugerbeutel muss anschließend sofort auf die Mülldeponie gebracht werden. Alternativ kann der Beutel für 24 Stunden eingefroren und anschließend in der Mülltonne vor dem Haus entsorgt werden.

Intensiv Reinigen

Es sollte jeder einzelne Vorratsbehälter sorgfältig untersucht werden. Sollten sich Rückstände von Larven oder Motteneiern finden, muss der betroffene Bereich mit einem starken Reinigungsmittel gesäubert werden. Verunreinigte Vorräte am besten sofort entsorgen. Vorräte, die nicht verunreinigt sind, müssen aus dem Gefahrenbereich gebracht werden. Sie sollten nach der Reinigung luftdicht verpackt werden.

Mottenbefall vorbeugen: so geht’s

Ein Mottenbefall betrifft meist den Vorratsschrank und ruiniert die Lebensmittel, die sich darin befinden. Zudem stellen sie ein großes hygienisches Problem dar. Nachdem der Befall behoben wurde, gilt es einen erneuten Befall zu vermeiden. Hierzu sollte bereits der Einkauf auf mögliche Gespinste untersucht werden. Möglich ist dies natürlich hauptsächlich bei transparenten Verpackungen. Andere Lebensmittel sollten nach dem Öffnen gut kontrolliert werden. Die Vorratsschränke müssen besonders gut gepflegt werden. Selbst zwischen den Ritzen in den Regalen muss sauber gemacht werden. Die Vorratsschränke lassen sich in regelmäßigen Abständen mit Essig säubern.

Die Verpuppung der Larven dauert etwa einen Monat. In diesem Zeitraum können einzelne Tiere sich verpuppen und einen erneuten Befall auslösen. Es gilt, solange zu reinigen bis wirklich der gesamte Befall verschwunden ist. Sollen die Insekten effizient aus der Vorratskammer beseitigt werden, kommen Schlupfwespen zum Einsatz. Die kleinen Insekten sind im Baumarkt erhältlich und fressen die Falter binnen weniger Tage vollständig auf.