Mehlmotten

Mehlmotten und Lebensmittelmotten, wie kann ich sie erkennen

Motten oder genauer, die Mehlmotten (Ephestia kuehniella), gehört zur Familie der Zünsler und zur Ordnung der Schmetterlinge. Ihre ursprüngliche Heimat liegt in Amerika und verbreitete sich durch Mehl in der ganzen Welt. Im Garten empfinden wir Menschen Schmetterlinge als wunderschön, aber Motten im Haus bedeuten viel Ärger. Speziell die Mehlmotte frisst sich durch verschiedene Verpackungen und verunreinigt auf diese Weise unsere Lebensmittel.

 

 

MEHLMOTTE  (EPHESTIA KUEHNIELLA)

Mehlmotten (Ephestia kuehniella)
By Birgit E. Rhode, Landcare Research New Zealand Ltd. [CC BY 4.0 ], via Wikimedia Commons

Die ausgewachsene Mehlmotte

 

Die Länge dieses Falters beträgt circa 1,4 Zentimeter und weist eine Flügelspannweite von circa 2,2 Zentimetern auf. Ihre Vorderflügel erscheinen uns blau bis silbrig/grau. Zwei Querstreifen, welche sich in Zickzackform über die beiden vorderen Flügel erstrecken, sind am Saum der Flügel mit dunkeln Punkten ausgestattet. Ihre Hinterflügel, sehen wir in der Ruhestellung nicht, da sie sie mit ihren Vorderflügeln überdeckt. Sie sind hellgrundig mit einem Netzmuster ausgestattet und enden in einem silbrigen, fransigen Saum. Die Länge ihrer Fühler beträgt circa sieben Millimeter, grau beschuppt wie ihr Saugrüssel, zeigen sie im Ruhezustand zu ihrem Hinterleib.

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By Simon Hinkley & Ken Walker, Museum Victoria [CC BY 3.0 au], via Wikimedia Commons

Von der Raupe zur ausgewachsenen Mehlmotte

 

Die Mehlmotte entwickelt sich von Eiern zu Raupen und durchläuft bis zur fertigen Motte insgesamt sechs Raupenstadien. Die weibliche Motte kann Eier ablegen ohne gefüllten Magen. Circa 96 Stunden nach ihrer Eiablage schlüpfen bei einer Umgebungstemperatur von circa 30 Grad Celsius ihre Raupen. Diese Larven bezeichnen das erste Raupenstadium und sie haben eine Länge von circa einem Millimeter. Diese Raupen ernähren sich vorwiegend von Mehl und benötigen kein Trinkwasser.

 

Im sechsten Raupenstadium beträgt die Länge der Larven zwischen zehn und dreizehn Millimeter. und hr Gewicht erreicht keine 30 Milligramm. Bei einer Umgebungstemperatur von circa 30 Grad Celsius braucht sie zu ihrem letzten Stadium noch circa 41 Tage. Insgesamt dauert der Zyklus von der Eiablage bis zur Mehlmotte circa 50 Tage.

 

Außerhalb der Nahrung spinnen die Larven sogenannte Puppenköcher für die sie fremdes Material zum Tarnen derselben verwenden. Die Farbe der Puppe zeigt sich anfangs grün bis bräunlich und später kann sie bis ins rotbraune variieren.

 

Zwei Tage nach dem letzten Schlüpfen kann die weibliche Mehlmotte Eier ablegen und die nächste Generation kann sich entwickeln. In den warmen Gebäuden in Europa kann es innerhalb eines Jahres zu drei bis vier Zyklen kommen. Die überwiegend nachtaktiven Falter legen bei Temperaturen um 25 Grad ihre Eier ab und sie sind vorwiegend zwischen Juli und Oktober aktiv. Während dieser Zeit legen sie keine Ruhepause zwischen den Eiablagen ein.

By Simon Hinkley & Ken Walker, Museum Victoria [CC BY 3.0 au], via Wikimedia Commons
By Simon Hinkley & Ken Walker, Museum Victoria [CC BY 3.0 au], via Wikimedia Commons

Was fressen Raupen und Mehlmotten?

 

Ihre bevorzugte Nahrungsquelle besteht aus Mehl und die daraus weiterverarbeiteten Produkte wie Nudeln. Unbeschädigte Getreidekörner und Mais stellen für ihre Fresswerkzeuge kein Problem dar und zählen ebenfalls zu ihrer Nahrung. Bei geringer Auswahl an Lebensmittelvorräten machen die Raupen und Mehlmotten vor getrocknetem Gemüse und Gemüseprodukten ebenfalls keinen Halt.

Verpackungen wie Kunststofftüten, Papiertüten oder andere, dünne Kunststoffbehälter beißen die Larven problemlos durch. Ihre gesponnen Wegfäden, welche sie bei jeder Bewegung mit sich führen, ergeben lockere Gespinste, die auf den ersten Blick zu erkennen sind.

Der Vorratsschrank im Haushalt bietet ihnen unzählige Möglichkeiten sich zu ernähren. Sind sie erst einmal in den Schrank eingedrungen, verunreinigen und zerstören sie innerhalb weniger Tage die darin enthaltenen Lebensmittel. Empfinden wir diese Schäden bei unseren Vorräten bereits als hoch, so sind die Schäden in Fabriken, welche tonnenweise Mehl verarbeiten, umso größer.

Auf welche Weise kann ich Lebensmittelmotten bekämpfen?

In großen Lagerstätten Mehlmotten bekämpfen

 

  • Kontaktinsektizide gehören zu den bekanntesten Bekämpfungsmethoden der Mehlmotte in Lebensmittellagern. Ziel dieser Strategie sind die Falter und seine Eier, welche sich auf dem Lagergut befinden.

 

  • Sogenannte Prallmaschinen, die Lebensmittelmotten aller Art auf mechanischem Wege töten.

 

  • Begasungen der befallenen Mehle und Lagergüter. Mit dem Begasen lassen sich alle Mottenarten bekämpfen und ihre Gelege auf den Mehlsäcken und ähnliches abtöten.

Lebensmittelmotten bekämpfen im familiären Haushalt

 

  • Für die heimischen Vorratsschränke eignen sich verschiedene Insektenstrips. Sie sind mit Pheromonen und/oder Giften. Sie ziehen männliche Mehlmotten an und verhindern auf diese Weise die Fortpflanzung.

 

  • Das Einsetzen winziger Schlupfwespen. Die winzigen Schlupfwespen zerstören die Brut der Motte und legen ihre Eier in die Larven und Eier der Motten ab. Auf diese Weise lässt sich das Ausbreiten der Motte und weitere Schädigungen der eingelagerten Lebensmittel wirkungsvoll vermeiden. Die Schlupfwespen sterben aus, sobald sie keine Mottengelege und Larven mehr finden.

 

  • Es sind Insektizide erhältlich, mit denen sich das Einnisten der Motten in den Vorratsschrank vermeiden lassen. Diese Insektizide sind laut der Hersteller für den Menschen und andere Säugetiere ungiftig. Durch ihre spezielle Zusammensetzung brechen sie die Chitinpanzer der Insekten auf und sie trocknen ohne diesen Schutz aus. Diese Insektizide wirken zuverlässig und eignen sich zur Vorbeugung wie bei Befall gleich gut.

Lässt sich ein Mehlmottenbefall im Haushalt vermeiden?

 

Um einen Befall von vornherein auszuschließen eignet sich das Umverpacken von Mehl, Nudeln aller Art, Maiskörnern, trockenem Kakao und anderen Vorräten in Schraubgläser. Diese Art der Verpackung erweist sich für Mehlmotten und andere Lebensmittelmotten als nicht durchdringbar.

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