Die Pelzmotte

 

 

Die Pelzmotte, auch Tinea pellionella genannt, zählt zur Gattung der Motten und zeigt sich in Form eines kleinen Schmetterlings. Sie sind zwar weniger verbreitet als Kleidermotten, jedoch um einiges ärgerlicher. Die Tiere sind insbesondere für den Befall von Importgütern bekannt, jedoch fressen sich die Schädlinge auch gerne durch Textilien. Der folgende Ratgeber fasst die wichtigsten Informationen der Motte zusammen und zeigt zudem Wege, den Befall zu stoppen.

Tinea_pellionella02  © entomart

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Aussehen

 

 

Ähnlich wie Kleidermotten erreichen Pelzmotten eine Flügelspannweite von bis zu 13 Millimeter. Weibchen hingegen sind etwas größer und besitzen eine Spannweite zwischen 11 und 17 Millimeter. Ihre Vorderflügel zeichnen sich in einem gelben Ton ab, darüber hinaus sind darauf oft drei dunkle Punkte zu sehen – in manchen Fällen fehlen zwei davon. Die hinteren Flügelpaare sind oftmals stark ausgefranst.

Die hinteren Flügel werden im Regelfall von den Vorderflügeln verborgen. Sie unterscheiden sich farblich von den vorderen Flügen und schimmern meist von hellgrau bis hellgelb.

Merkmale

 

Die Männchen zählen zu den weitaus besseren Fliegern als die Weibchen. Letztere sind bekannt für ihre Trägheit und legen im Regelfall auch kürzere Distanzen zurück als die Männchen. Weibliche Falter leben für ungefähr einen Monat. Während dieser Zeit legen sie bis zu 100 Eier, wobei die Larven bereits nach wenigen Tagen schlüpfen.

Die Larven besitzen eine weiß bis gelbliche Färbung und weisen zusätzlich eine braune Kopfkapsel auf. Im Regelfall werden sie rund zehn bis elf Millimeter groß. Typisch für diese Schädlinge ist, dass ihre Larven Röhren aus Spinndrüsensekret herstellen. Aus diesen ragen lediglich Beine und Kopf hervor. Im Gegensatz zur verwandten Kleidermotte sind diese Behausungen nicht am Substrat selbst befestigt, sondern werden von den Larven herumgetragen.

Im Regelfall dauert die vollständige Entwicklung der Larven zwei Monate. Danach verkriechen sie sich in die Larvenröhre, welche sie jedoch vor der Einnistung an beiden Enden verschließen.

Vorkommen der Falter

 

Die Schädlinge stammen ursprünglich aus Europa und bevorzugten stets ein gemäßigtes Klima. Mittlerweile zieht es die Tiere sogar bis nach Australien, Neuseeland und Nordamerika.

Motten in Europa brüten meist pro Jahr rund zwei Generationen aus. Je nach Temperatur können sogar bis zu vier Generationen entstehen.

Schädlingsbefall

 

 

Pelzmotten sind neben der Vorratsschädigung auch für Materialschädigung bekannt. Vor allem die Larven der Schädlinge ernähren sich meist von tierischen und pflanzlichen Stoffen. Mithilfe ihres alles zerkauenden Mundwerk können sie selbst sehr zähe Materialien zerkleinern.

 

Ähnlich wie die Kleidermotte sind sie in der Lage, das Protein Keratin zu verdauen. Dieses ist größtenteils in Federn und Haaren enthalten. Aus diesem Grund ist das bevorzugte Futter dieses Schädlings Pelz, Wolle, Felle sowie Vogel- und Säugetierpräparate. Sie sind sogar imstande, Leder zu zerkleinern. Auch Gewürze, Milchpulver und Tabak stehen auf dem Speiseplan der Tiere.

Tinea_pellionella01©entomart

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Bekämpfung der Motte

 

Um einen Befall dieses Falters zu verhindern, sollte die Wohnung stets gründlich gereinigt werden. Auf diese Weise können Staub- und Haaransammlungen verhindert werden, die Motten oftmals als Bruststätte dienen.

Ätherische Öle sind neben einer regelmäßigen Reinigung ein idealer Weg zur Vorbeugung der Tiere. Darüber hinaus können ätherische Öle dabei helfen, bereits vorhandene Schädlinge zu vertreiben. Auch Lavendelblüten oder Zedernholz kann bei der Bekämpfung helfen – vor allem, wenn sich die Falter bereits in den Kleiderschränken eingenistet haben. Wird eine direkte Bekämpfung angestrebt, können Kontaktinsektizide sowie Pheromonfallen eingesetzt werden.