Die Schlupfwespe

Ein nützlicher Helfer gegen die Mottenplage

Die Schlupfwespe: Der Mensch bekämpft schon immer Kleider- und Lebensmittelmotten. Der Befall durch diese Schädlinge kann sich zur Plage in den eigenen vier Wänden entwickeln. Fast jeder kann sich an den Geruch von Mottenkugeln in Omas Schrank oder Wäschetruhe erinnern. Meistens wurden diese kleinen Zellstoffbällchen vorsorglich ausgelegt. Der Begriff „Einmotten“ beschreibt die längere Aufbewahrung von Kleidungsstücken oder Bettwäsche in Truhen oder ähnlichem. Dieser Ausdruck wurde aus früheren Zeiten überliefert. Leider nahmen die aufbewahrten Gegenstände den Geruch dieser Duftstoffe ebenfalls an. Diese chemische Keule wurde im Laufe der Zeit verbessert. Sie ist aber nach wie vor gesundheitsschädlich. Besser ist der Kampf gegen die Motte mit einem natürlichen Feind. Der Einsatz von Schlupfwespen ist gründlich, sauber und gesund für Mensch und Haustiere.

 

 

Die Schlupfwespe (Ichneumonidae)

Schlupfwespen - Ichneumonidae Richard Bartz, Munich aka Makro Freak
Richard Bartz, Munich aka Makro Freak [CC BY-SA 2.5], via Wikimedia Commons

Der natürliche Feind

Die Schlupfwespen (Ichneumonidae) gehören zur Familie der Hautflügler. Es sind 62.000 Arten dieser Gattung bekannt. Dazu gehören Erzwespen (22.000 Arten) und Schlupfwespenartige (40.000 Arten). Schlupfwespen sind parasitoide Hautflügler. Das bedeutet, sie legen ihre Eier in Wirtskörpern ab. Die Larven ernähren sich von den Eiern, Puppen oder Larven der befallenen Spezies und töten sie dadurch. Viele Schlupfwespenarten sind auf verschiedene Wirtskörper spezialisiert. Diese kleinen feingliedrigen Tierchen erreichen eine Größe von 10 bis 50 mm je nach Gattung. Für den Kampf gegen die Motte ist die Gattung Trichogramma der Spezialist. Lediglich 10 Vertreter der Trichogramma (150 bekannte Arten) werden zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt.

Diese Tierchen werden nur 0,2 bis 0,4 mm groß. Die Weibchen haben einen Legestachel für die Eiablage. Dieser Stachel ist genauso lang wie ihr Körper. Schlupfwespen können nicht fliegen und stechen nicht. Für die Eiablage sucht das Schlupfwespenweibchen Larven und/oder Puppen von Motten. Die Mottenart ist dabei gleichgültig. Mithilfe des Stachels wird das Gelege platziert. In dem Wirt wachsen die Larven der Schlupfwespe heran und zerstört dadurch die Brut der Motte. Nach acht bis zehn Tagen schlüpfen die ausgewachsenen Tiere. Eine neue Generation für den Kampf gegen die Schädlinge ist vorhanden. Durch diese Vorgehensweise wird die Fortpflanzung der Motten unterbrochen und es gibt keine Nachkommen. Die Schädlinge sterben aus und die Plage ist beendet. Sobald keine Motte mehr vorhanden ist gibt es keine Nahrungsgrundlage mehr für den Nachwuchs der Hautflügler. Entweder ziehen die Schlupfwespen weiter und suchen eine neue Nahrungsquelle oder sie sterben.

Verschiedene Mottenarten

Die Kleidermotte (Tineola bisselliella) ist ein Schmetterling aus der Familie der Echten Motten (Tineidae). Diese Gattung ist weltweit verbreitet. Der Falter ist 6 bis 9 Millimeter groß und hat eine Flügelspannweite von 10 bis 15 Millimeter. Die Kleidermotten befallen und ernähren sich von Textilien aus tierischen Produkten (beispielsweise Wolle und Pelze). Die Anwesenheit dieser Falter erkennt man durch Fresslöcher in den Kleidungsstücken, Kokongespinste und Mottenkot.

Eine Lebensmittelmotte (Speisemotte, Küchenmotte) gehört zu der Familie der Zünsler (Pyralidae). Zünsler sind eine Gattung von Schmetterlingen und weltweit mit 6.200 Arten vertreten. Die Lebensmittelmotten bevorzugen trockene Lebensmittel. Als Nahrung lieben sie beispielsweise Getreideprodukte, Müsli, Haferflocken und Hülsenfrüchte. Die Lebensmittel werden durch Kot, Kokongespinste und teilweise Milben verunreinigt. Auffällig sind die Klumpen Bildung bei den Nahrungsmitteln und Fresslöcher in der Verpackung.

Die Schäden in Kleidung oder Verunreinigung von Lebensmitteln verursachen nicht die erwachsenden Fluginsekten. Schuld daran ist die Brut der Mottenarten. In den verschiedenen Entwicklungsstadien bis zum Schmetterling sind sie überaus gefräßig. Vor allem das Larvenstadium verursacht die meisten Schäden.

Die Anwendung

Für den Einsatz gegen den Schädling wird vor allem die Schlupfwespenart Trichogramma evanescens gezüchtet. Kaufen kann man diese nützlichen Helfer im Tier- und Gartenfachhandel sowie im Internet. Auf kleinen Karten werden Motteneier platziert, in denen sich die Schlupfwespeneier befinden. Die fertigen Nutztierchen schlüpfen direkt beim Anwender. Sofort machen sich die Helfer an die Arbeit. Sie finden jedes einzelne Mottenei. Die erfolgreiche Anwendung dauert einige Wochen. In der Anfangsphase sollte auf keinen Fall in der Wohnung oder im Haus gesaugt werden. Später kann der Staubsauger vereinzelt zum Einsatz kommen. Der Einsatz von Pheromon-Fallen soll während des Einsatzzeitraumes ebenfalls nicht erfolgen. Das würde den Erfolg dieser Wespenart gefährden. Diese kleinen Helfer sollen die Motteneier ungefährdet erreichen können. Die Lebensmittelmotten und die Kleidermotten haben unterschiedliche Lebenszyklen. Die Lebensmittelmotten bekämpfen benötigt einen Zeitraum von 9 bis 12 Wochen. Der erfolgreiche Kampf gegen Textil-/Kleidermotten dauert bis zu 15 Wochen.

Während des Anwendungszeitraums darf der Zyklus nicht unterbrochen werden. Das Auslegen der Kärtchen soll innerhalb des befallenen Gebietes erfolgen. Abgedeckt werden müssen Kleiderschränke und Truhen oder Küchenschränke und Vorratskammern je nach Mottenart. Das Auslegen von neuen präparierten Wespenkarten soll alle zwei bis drei Wochen erfolgen. Sie müssen abermals an den richtigen Stellen platziert werden. Verschiedene Angebote bei Händlern unterstützen den Anwender. Durch ein Komplettangebot werden die neuen Schlupfwespenkarten termingerecht zugesandt. Dadurch ist der richtige zeitliche Einsatz während der Laufzeit sichergestellt. Seriöse Händler liefern unterschiedliche Entwicklungsstadien. Das bedeutet, es entsteht keine Unterbrechung im Kampf gegen den Fortpflanzungszyklus der Motte. Die Schlupfwespe schlüpft und macht sich auf die Suche nach den Motteneiern. Ein Mottenweibchen kann zwischen 100 und 250 Eiern legen. Das ist viel Arbeit für die kleinen nützlichen Helfer.

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Fazit

Kleider- und Lebensmittelmotten bekämpfen auf natürliche Art ist auf jeden Fall umweltfreundlich. Der Kampf ohne Pestizide oder andere Schadstoffe ist völlig ohne gesundheitliche Schäden für Mensch und Tier. Die Erfolgsquote liegt bei 100 %. Während der Einsatzdauer sind die Tierchen lautlos. Sie irritieren nicht durch Herumfliegen und belästigen den Menschen nicht durch Stechattacken. Ein wichtiger Bestandteil für den Erfolg ist die menschliche Geduld. Natürliche Schädlingsbekämpfung benötigt Zeit. Aber trotzdem ist der Einsatzzeitraum überschaubar. Nach Beendigung der Mottenplage hat man sich keine zweite Plage ins Haus geholt. Die Schlupfwespe entwickelt sich nicht zum nächsten Problem. Wenn keine Nahrungsquelle mehr vorhanden ist, dann ziehen sie weiter oder sie sterben. Bei dieser Vorstellung muss man das Bild von toten Fliegen an der Fensterbank vergessen. Diese winzigen Tierchen sind nicht größer als ein Punkt in einem Text. Sie zerfallen einfach zu Staub. Dieser „Schmutz“ wird durch Staubwischen und Staubsaugen problemlos entfernt. Die Schädlingsbekämpfung durch natürliche Feinde hat eine lange Tradition. Zahlreiche positive Ergebnisse in unterschiedlichen Bereichen sprechen für den Einsatz von Hautflüglern mit parasitärem Lebensstil.